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Erinnerungsort Drasdy

from the audio walk In Stein Gemeißelt | Osnabrück

In Stein Gemeißelt
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Erinnerungsort Drasdy

Das Denkmal

Im Jahr 1996 wurde auf Initiative der Oberschule 104 der Stadt Minsk und der Militärspezialisten für die Suche nach den sterblichen Überresten der im Krieg Gefallenen die erste Gedenktafel an der Erschießungsstätte in Drasdy, heute Minsk aufgestellt.

Der Text der Gedenktafel lautet: „Hier haben die deutsch-faschistischen Besatzer im Juli 1941 Häftlinge des Konzentrationslagers Drasdy, darunter Kriegsgefangene und Zivilisten aus Minsk und den umliegenden Dörfern (etwa 10.000 Menschen) erschossen. Die Nachkommen gedenken eurer“.

2009 wurde das Gelände um die Gedenktafel gepflegt und 2010 unter Denkmalschutz gestellt. Die Grenzen des etwa 350 Meter langen Massengrabes wurden mit einigen Dutzend Schildern „Massengrab“ (wörtlich: „Brudergrab“) annähernd markiert. Insgesamt bliebt der Erinnerungsort in Drasdy, der sich heute auf dem Gelände der ehemaligen Krupskaja-Geflügelfabrik zwischen den Straßen Nawawilenskaja und Dalhinauski Trakt befindet, wenig bekannt und schlecht zugänglich. Der Ort liegt inmitten von Feldern hinter einem Garagenkomplex, der Weg dorthin ist nicht ausgeschildert, sodass es sich empfiehlt, sich von einer ortskundigen Person begleiten zu lassen.

Zivilgefangenenlager und Vernichtungsort Drasdy

Nur wenige Tage nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Minsk wurde Ende Juni bis Anfang Juli 1941 im Vorort Drasdy, fünf Kilometer nordwestlich der belarussischen Hauptstadt, ein provisorisches Lager errichtet.

Es fanden die Selektionen der Gefangenen durch die Einsatzgruppe B statt. Etwa einen Kilometer vom Lager entfernt war vor dem Krieg ein Graben für die Verlegung von Wasserleitungen ausgehoben worden. An diesem Graben wurden nach Angaben der sowjetischen Außerordentlichen Staatlichen Kommission zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen etwa 10.000 Häftlinge ermordet. Die meisten von ihnen waren Juden aus der sowjetischen Intelligenzija.

Nach etwa eineinhalb Wochen wurde der Großteil der Zivilisten entlassen, ein Teil der Juden kam für einige Tage ins Gefängnis in der Waladarski-Straße. Die Kriegsgefangenen wurden ins fünf Kilometer nordwestlich von Minsk gelegene „Waldlager“ (Stalag 352) bei Masjukouschtschyna verlegt. Endgültig aufgelöst wurde das Zivilgefangenenlager im Oktober oder November 1941.

Nach dem Krieg wurde das ehemalige Lagergelände für verschiedene wirtschaftliche Zwecke genutzt: Auf dem Gelände wurde die Krupskaja-Geflügelfarm errichtet; in der Nähe befand sich die Militäreinheit Nr. 22210; es gab Garagen; und ein Teil des Geländes wurde mit landwirtschaftlichen Kulturen bepflanzt. Während der gesamten Nachkriegszeit stießen die Fabrikarbeiter, Soldaten und Landarbeiter bei ihren Aktivitäten regelmäßig auf die sterblichen Überreste von hingerichteten Lagerinsassen.


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