Wir passieren das Gebäude, das während der Zeit des Deutschen Keiserreiches das Königliche Klassische Gymnasium beherbergte, eine der renommiertesten weiterführenden Schulen Ostpreußens. Heute ist es das erste Gymnasium in Olsztyn und gilt ebenso als eines der besten der Region.
Die Geschichte dieses Ortes spiegelt die wechselvolle Geschichte Allensteins wider. Während der deutschen Besatzung stand vor der Schule ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I., das 1901 enthüllt worden war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es entfernt und durch ein Denkmal für Adam Mickiewicz ersetzt, ein Symbol der polnischen Kultur und Schirmherr des ersten Gymnasiums in Allenstein.
Die Wahl von Mickiewicz zum Schirmherrn der Schule war kein Zufall. Sein Wirken lag den Bewohnern von Ermland-Masuren seit Jahrzehnten am Herzen, und nach 1945 trug es zur Integration der Menschen bei, die aus verschiedenen Teilen des Vorkriegspolens kamen.
Das Denkmal wurde 1965 anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Schule enthüllt. Es wurde von der Olsztyner Bildhauerin Balbina Świtycz-Widacka geschaffen. Sie schuf auch die Skulpturen „Fisch mit Kind“, „Frühling“ und „Amor auf dem Aussichtspunkt“, die im Park Podzamcze in Allenstein zu sehen sind.
In der Nähe befindet sich außerdem ein Gedenkstein für Wincenty Pol – Dichter und Geograph, Freund von Adam Mickiewicz, einem Ermland-Masuren, der als Erster den Begriff „Seenland“ für die Region prägte.