ZUM MITLESEN:
1. Insekten verbreiten Pflanzensamen
Springen wir nochmal ins Reich der Pflanzen. Pflanzen sind bekanntlich nicht in der Lage, sich von der Stelle zu bewegen, ihr ganzes Leben müssen sie am gleichen Ort verbringen. Im Gegensatz zu Tieren können sie daher nicht aktiv nach einem Partner suchen, sondern sie sind für die Fortpflanzung darauf angewiesen, ihren Samen dem Wind zu überlassen, in der Hoffnung, dass der ihn schon zu seiner geeigneten Partnerpflanze tragen möge.
Nun aber, vor 130 Mio. Jahren, finden die Pflanzen eine neue Möglichkeit, um mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu kommen: Sie haben die Flugfähigkeit der Insekten entdeckt und nutzen sie auch für sich, nämlich indem sie ihren Samen den Insekten einfach mit auf die Reise geben. Als Gegenleistung bezahlen sie das Insekt mit nährstoffreichem Nektar. Nicht zu wenig, damit es motiviert bleibt, aber auch nicht zu viel, damit es nicht gesättigt ist und schön weiterarbeitet.
Wie aber sollen die Pflanzen auf ihr neues Angebot aufmerksam machen? Dazu entwickeln sie Blüten, und zwar mit möglichst intensiven Farben und aufregenden Düften, denn das lockt die Insekten magisch an. Auf der Erde leuchten damit zum ersten Mal bunte Farben auf.
2. Neue Artenvielfalt
Diese neue Zusammenarbeit zwischen Pflanzen und Insekten führt zu einer Vielzahl neuer Arten und Spezialisierungen. So beginnen einige Wespen, anstatt wie bisher andere Insekten, also Fleisch, zu fressen, sich ausschließlich von Pollen und Nektar zu ernähren. Sie entwickeln sich so zu einer ganz neuen Art, die kennen wir heute unter dem Namen „Bienen“.
Und schon kurz vor dem nächsten Schild hören wir uns wieder.