- Ehemaliges Wohnhaus von Max Fechner bis zu seinem Tod 1973
- Max Fechner, geboren 1892 war von 1949 bis 1953 Justizminister der DDR.
- Er arbeitete zunächst als Werkzeugmacher, gehörte später zum Parteivorstand der SPD und war von 1928 bis 1933 Abgeordneter des Preußischen Landtages.
- Während der Zeit des Nationalsozialismus war Max Fechner in der Widerstandsgruppe um Franz Künstler aktiv und nach der Machtübernahme sowie kurz vor Kriegsende unter anderem im KZ Oranienburg inhaftiert.
- Nach dem niedergeschlagenen Aufstand vom 17. Juni 1953 sicherte er in einem Interview mit der SED-Zeitung Neues Deutschland zu, dass nur Personen, die sich eines schweren Verbrechens schuldig gemacht hatten, bestraft werden würden. Daraufhin wurde er seines Amtes enthoben, aus der SED ausgeschlossen, verhaftet und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
- 1956 wurde er aus der Haft entlassen, durch den Präsidenten Wilhelm Pieck begnadigt und 1958, im Zuge der Entstalinisierung, rehabilitiert.
- Sein Wohnhaus hat er der Gemeinde Schöneiche vermacht mit der Auflage daraus einen Ort für Kinder zu machen. Bis in die 90er Jahre war es die Kinderkrippe Zwergenhaus.
(Sprecherin Luise Jung, Einwohnerin von Fichtenau)