© Foto: Bianka Behrami, Archiv Rochlitzer Geschichtsverein
Um 1800 entdeckten die Romantiker die Schönheit des Rochlitzer Berges und die eigenartige Stimmung seiner Steinbrüche. In diesem Zusammenhang kann der Rochlitzer Steinmetzmeister und Bruchbesitzer Christian Gottlob Seidel als Bahnbrecher und Begründer des Fremdenverkehrs auf dem Rochlitzer Berg angesehen werden. Eines seiner bedeutendsten Werke war im Jahre 1817 die Errichtung der „Einsiedelei“. Dafür verband er zwei hohe, abgeschrotene Felsen durch eine Vordermauer. Es entstand ein kapellenartiger Steinbau, dessen Vorderseite durch die Fenster einen gotisierenden Charakter erhielt. Verziert wurde die Einsiedelei mit zwei großen Figuren aus weißem Sandstein, die vermutlich von einem Grabmal stammten. Auf dem Giebel stand eine Urne. Die Tür, die auf der hinteren Seite angelegt war, führte in zwei kleine Räume. Diese waren zum Teil in eine alte Abraumhalde hineingearbeitet. Deshalb bezeichnete man den Bau damals auch als Grotte. Wie Bodenfunde zeigen, war er sogar mit einem Kachelofen ausgestattet.
Einsiedelei
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