language

Das Kloster früher – Leben im Abteihöfel

from the audio walk Kloster St. Marienthal - Rundgang für Familien mit Kindern | Ostritz

Price: 4.99 €
Kloster St. Marienthal - Rundgang für Familien mit Kindern
12 Stations
29:15 min Audio
0 m directions_walk
Das Kloster früher – Leben im Abteihöfel

Willkommen im Abteihöfel! Hier bin ich besonders gern unterwegs. Die Mauern sind alt, der Boden ist schön ruhig – und man kann sich wunderbar vorstellen, wie es hier früher im Kloster zuging.

Gleich hinter dem Eingang geht es auf der linken Seite in die Abtei hinein. Heute ist es dort ziemlich still, weil es in Marienthal nur noch so wenige Schwestern gibt, dass keine davon mehr in der Abtei wohnt. Aber früher war hier richtig viel los. Wenn man wissen möchte, wie das Leben im Kloster einmal war, ist dieser Ort perfekt.

Schaut jetzt einmal die Treppe hinauf. Oben seht Ihr eine Tür. Das ist die Klosterpforte. Früher kamen alle Menschen mit einem Anliegen genau hierher. Aber einfach hineingehen ging nicht. Von außen gab es keine Türklinke. Wer ins Kloster wollte, musste klingeln. Dann entschieden die Schwestern, wie sie helfen konnten.

Viele Menschen kamen, weil sie etwas brauchten: Essen, Hilfe oder ein Gebet. Die Schwester an der Pforte öffnete zuerst nur eine kleine Tür in der großen Tür und schaute hinaus. Und wenn jemand Hunger hatte, wurde er nicht hereingelassen, sondern weitergeschickt – zur Drehe.

Was ist denn bitte eine Drehe? Ja, so habe ich auch geguckt, als ich davon das erste Mal gehört habe! Lasst uns einmal wieder die Treppe nach unten und dann nach links ins Abteihöfel gehen, dann erzähle ich es euch!

Ihr müsst wissen, dass man früher fast gar nicht mit den Schwestern sprechen durfte. Das Klosterleben war sehr zurückgezogen. Die Schwestern lebten viel für sich, beteten und arbeiteten in Ruhe.

Schaut mal an die Wand des Klosters. Ich könnte durch den Spalt in der kleinen Tür krabbeln, aber für euch wird das wohl schwierig, deswegen: Schaut euch einfach die Bilder hier im Audioguide an, dort könnt ihr die Drehe sehen, die sich direkt hinter der Wand befindet.
Die Drehe könnt ihr euch vorstellen wie ein rundes Holzrad in der Wand. Die Schwestern legten Brot, Suppe, ein warmes Tuch oder andere kleine Hilfen hinein und drehten das Rad. Auf der anderen Seite konnten die Menschen alles herausnehmen – ohne jemanden zu sehen. Und manchmal, ganz ehrlich, lag da auch ein kleines Stück Käse. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Dass alles ohne direkten Kontakt ablief, hatte einen Grund. Früher wollten die Schwestern möglichst abgeschieden leben. Sie wollten viel beten und sich auf das Klosterleben konzentrieren. Trotzdem war ihnen wichtig, anderen zu helfen – leise, respektvoll und ohne Aufsehen.

Heute ist vieles anders. Wenn Ihr jetzt durch das Kloster geht, könnt Ihr Schwestern treffen, mit ihnen sprechen oder gemeinsam beten. Gäste sind willkommen, und das Kloster ist offener geworden. Das Gebet ist immer noch wichtig, aber jetzt gehört auch die Begegnung mit den Menschen dazu.

Der Abteihöfel erzählt also eine Geschichte von früher und von heute: von stiller Hilfe hinter Mauern und von einem Kloster, das sich geöffnet hat. Und während Ihr Euch hier umschaut, halte ich meine Nase in den Wind – vielleicht finde ich ja noch irgendwo einen vergessenen Krümel.

Und ihr, erzählt doch mal: Was würdet ihr in die Drehe legen, womit ihr anderen Menschen helfen könntet?


Listen to the audio tour now - ideally in full screen view.

Or use the app for listening to the audio walk on site:

1
Install guidemate app Available in the app & play stores.
2
Open audio guide (in installed app) More guides available
3
Start the tour on site! Audio, map & infos - also available offline.

Tours

Search Redeem voucher Audio tours by city Location-independent audio tours Blog

Account

Register

Support

FAQ Guide to guide

About us

Prices and conditions Affiliate Program Press info Technology Terms and conditions Privacy Legal notice